Move.

Selbstoptimierung! – oder: Was wenn alles zur Performance wird?
stromereien Performance Festival 2014

Zweifellos haben sich in den letzten Jahren die Lebens- und Arbeitsbedingungen durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen deutlich verändert und erfordern vom Individuum eine immer intensivere Arbeit am Selbst. Das Berufsleben wie auch der Alltag werden konstant ver- und bemessen. Social Media und Wearable Technologie machen körperliche und geistige Leistung vergleichbar. Wir erhöhen unbewusst unsere Datenausscheidungen und versuchen, diese zu optimieren. Der Alltag ist zur Performance geworden.

 

stromereien 2014 versucht, den Veränderungen nachzugehen, wenn alles zur Performance wird. Was ist eine Performance und was bezwecken Künstlerinnen und Künstler heute mit ihr, wenn sie direkt mit solchen Fragen konfrontiert werden? Wie lässt sich eine künstlerische Performance von derjenigen des Alltags unterscheiden? Mit diesen Fragen geht zwangsläufig auch ein Nachdenken über Aufführungsorte, mediale Prägungen und Dokumentation einher. Was macht ein Festival aus und welche Position hat das Publikum darin? Wird es zum intellektuellen Fast-Food-Konsumenten degradiert? Wie ist es heute mit der künstlerischen Arbeit bestellt, wenn jeder Job kreativ ist? Sind wir alle Künstler?

Neun Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, ihren eigenen Performancebegriff zu formulieren und so neue Perspektiven auf die Gegenwart zu entfalten. Diese Erfahrungen, die im digitalen Zeitalter und des unaufhörlichen Datenaustauschs weltweit auftauchen können werden im Brain Nest an der Badenerstrasse 565 in Zürich gesammelt und diskutiert. Während sieben Tagen kann das Publikum mit dem Festival durch verschiedenste Orte, Datenspeicher, Kulturpraxen und Formate reisen, räumliche Distanzen verkleinern und produktive Widersprüche erleben. Während einer Woche wird dem Publikum mittags und abends ein spezielles Menü serviert, das die körperliche Wahrnehmung steigern soll. Während dem Essen wird im Get-Abstract Book-Club Zusammenfassungen von verschiedenen Personen vorgelesen. Vor dem Mittagessen sind zudem tägliche Yoga-Übungen angesetzt, die den Geist und die Aufmerksamkeit schärfen. Mit der Auction Art wird ein Gefäss geschaffen, indem subjektiven Werte von Objekten, Dienstleistungen oder Performances getauscht werden können. Das Festival dreht also das Rädchen der Selbstoptimierung auf vielfältige Art und Weise weiter.

Control.

Künstler/Innen

Track.

Programm

THE GIFTS

Cuqui Jerez

„I love to make gifts; and I love to make performances. I realised that making a gift is for me something comparable to make a performance. The pleasure and process is very similar. The preparations, the thinking, the emotions, the doubts, the excitement, the planning etc. that lead to a precise unrepeatable moment addressed to a receiver. Making a gift and receiving it is a performance in itself. THE GIFTS is a performance about opening gifts.“, schreibt die Performerin und Choreographin Cuqui Jerez. Während eines Jahres hat sie sich monatlich eine kleine Aufgabe vorgenommen, die Ende des Jahres ein ganzes Werk ergeben. Ein solches Vorgehen erscheint in der digital beschleunigten Welt klösterlichen Charakter zu haben. Als kleiner Teil dieses gross angelegten Versuchs soll GIFTS dazu animieren, das Gegenüber ins eigene Denken miteinzubeziehen.

 

Cuqui Jerez ist Performerin und Choreographin und lebt in Madrid und Berlin.

 

www.cuquijerez.com

 

News

25.3.2014

Stefan Wagner

missing_pets

 

Stromerein – Performance in Times of Festival together with Krõõt Juurak and Alex Bailey are looking for participants for the project “Animal Performances (for Animals)”. The performances is meant for non-human audiences, i.e pets. Since it is difficult to get in touch with this type of audience directly we are now looking for interested pet owners who would like to host a performance for their pet. If you believe your pet might enjoy a performance, please get in touch with us by sending an email to info@stromereien.org.

 

Practical:

After making a reservation (free) you can select a time and date (between April 6th and 12th) for the performance to take place in your home or a location of your pet’s choice. At the start Alex and Krõõt will have an informal meeting with the owners about any specific likes and dislikes of the pet thus the performance will be custom made to meet the character and set of interests of the specific animal(s). Human audiences are also welcome to witness the performance.

 

 

Work.

Information

Preise in CHF
  • Yoga 5.–
  • Vegan Lunch 13.–
  • Yoga und Vegan Lunch 15.–

     

  • Vegan Dinner 13.–
  • Nur Performance 9.–

     

    Tagespass: Vegan Lunch + Dinner

  • + Performance + Yoga 31.–

    Wochenpass: 7 Tage täglich Lunch +

  • Dinner + Yoga + Performance 151.–

 

 

Kontakt

Stefan Wagner, wagner@stromereien.org,

Mobile 077 403 40 55

 

Gunda Zeeb, zeeb@stromereien.org,

Mobile 079 794 46 49

 

 

Newsletter:

Stromereien wird finanziell unterstützt von Kultur Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Ernst Göhner Stiftung und der Avina Stiftung.

 

 

Künstlerische Leitung Festival: Stefan Wagner, Gunda Zeeb

Raum: Michela Flück

Aufbau Raum: Janis Labhart

Technik und Licht: André Donzé

Graphic Design: Urs Lehni

Website Programmierung: Ranno Ait

Website Inhalt: Stefan Wagner, Gunda Zeeb

Yoga: Marie Licht, Andrès Gensheimer

Küche: Milena Schneider

Auction Art: Noemi Egloff, Laura Ferrari, Regula Fleischhauer, Johanna-Maria Raimund

Praktikantin: Inti Baguet

Festivalbeobachtung: Margrit Sengebusch

 

 

Präsidium Verein stromereien: San Keller

Vorstand Verein: Nadja Baldini, Thomas Grüebler, Meret Schlegel

 

Wir danken dem Verein Zitrone und Anastasia Katsidis vom Kunstraum ION.

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